Saubere Zeiten Saubere Zeiten

Saubere Zeiten

Roman

    • 4,7 • 3 Bewertungen
    • 10,99 €

Beschreibung des Verlags

Die dramatische Geschichte einer Unternehmerfamilie - und ein großer Vater-Sohn-Roman. Als Jakob Auber erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt, macht er sich auf ins Zuhause seiner Kindheit, an der Mosel. Dort beginnt er, sich mit der Vergangenheit seiner Familie zu beschäftigen. Sein Großvater Theodor Auber war im Wirtschaftswunder-Deutschland eine schillernde Figur. Er erfand ein Waschpulver, mit dem er ein reicher Mann wurde, bis er unter ungeklärten Umständen alles verlor. Seine Spurensuche führt Jakob bis nach Rio de Janeiro. Dort trifft er die Tochter des jüdischen Besitzers der Drogerie, in der die Karriere seines Großvaters einst begann. Jakob erfährt, was hinter Aufstieg und Fall des Familienimperiums steckt.
In seinem Roman erzählt Andreas Wunn eine große Geschichte von Vätern und Söhnen, Schuld und Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und dem Glück einer Familie, das in den Händen zerrinnt wie Pulver.

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2023
14. Februar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
381
Seiten
VERLAG
Aufbau Digital
ANBIETERINFO
Aufbau Verlag GmbH & Co. KG
GRÖSSE
1,1
 MB

Kundenrezensionen

Hulstig ,

Jakob Auber macht sauber

Das Buch beginnt mit Jakob Auber, der von Berlin in seine Heimatstadt Trier eilt, um seinen plötzlich erkrankten Vater aufzusuchen. Er ist nicht bei Bewusstsein, hinterließ ihm aber einen Schlüssel. Der Senior hat dem Sohn in seinem verlassenen Kinderzimmer ein rätselhaftes Familienarchiv mit Tagebüchern und Tonbändern hinterlassen.

Andreas Wunn hat mit dem Buch "Saubere Zeiten" eine interessante Familiengeschichte in einen wunderbaren Roman verarbeitet. Er schreibt sehr dicht, was den Lesefluss sehr bereichert. Man spürt dabei die journalistische Erfahrung des Autors.

Auf dem Cover hat der Aufbauverlag die Rückansicht von Vater und Sohn abgebildet, nach dem frühen Unfalltod der Mutter haben sie sich voneinander entfremdet.
Im Verlauf des Buchs wechselt die Handlung zwischen der Gegenwart und Vergangenheitsberichten. Die Rückblicke sind in die gegenwärtige Geschichte eingewoben und wechseln nicht Kapitel für Kapitel.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen.

Frida Lind ,

Eine Familiengeschichte über Schweigen, Schuld und Herkunft

Jakob macht sich auf den Weg in die Heimat, als er von der Krankheit seines Vaters erfährt. Dort taucht er ein in die Geschichte seiner Familie, deren Aufstieg und Fall in Zeiten des Wirtschaftswunders und muss sich gleichzeitig mit seinen eigenen Lebensentscheidungen auseinandersetzen.

Die Geschichte teilt sich auf in die Gegenwartserzählung, die hauptsächlich Jakobs Leben zum Mittelpunkt hat und die Aufarbeitung der Familiengeschichte seiner Eltern- und Großelterngeneration. Trotz der zwei Erzählstränge liegt der Fokus auf der Gegenwart, bis sich diese im Laufe des Buches mit den Einflüssen der Vergangenheit vermischt. Dabei stehen vor allem die Familienverhältnisse im Vordergrund, die geprägt sind durch emotionale Kälte und das Totschweigen wichtiger Themen, was zu Distanz und Sprachlosigkeit untereinander führt. Der Einstieg fällt durch den flüssigen und nahbaren Schreibstil leicht und man ist schnell in der Geschichte gefangen. Die Sätze sind kurz und auf den Punkt gebracht, ohne dass die Emotionalität verloren geht. Dadurch habe ich das Buch recht schnell lesen können.

Insgesamt hat es mir gut gefallen, mich jedoch nicht länger gefesselt. Die Thematik war spannend, gerade vor dem persönlichen Hintergrund des Autors, welcher laut Nachwort die Inspiration aus der eigenen Familiengeschichte nahm. Die Verknüpfung nach Rio war mir dann etwas zu ‚weit weg‘, geographisch und inhaltlich gesehen, wenn es auch die Geschichte letztendlich rund gemacht hat. Auch das Privatleben des Protagonisten war mir zu unrealistisch, es ähnelte dem eines Teenagers, der weder finanzielle Grenzen noch berufliche Verpflichtungen kennt. Dennoch war die Geschichte im Großen und Ganzen stimmig und spannend erzählt, sodass ich mir vorstellen kann, dass es vielen gefallen wird, die mal wieder einen schönen Roman lesen möchten.

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