Lass das Herz entscheiden
Der Bergpfarrer 548 – Heimatroman
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- Pedido anticipado
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- Se espera: 16 jun 2026
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- $79.00
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Descripción editorial
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es war nur eine Handvoll Gläubiger, die an diesem Freitag die Abendmesse besuchten. Begleitet von leiser Orgelmusik verließen sie nach dem Segen durch Pfarrer Trenker die Kirche. Sebastian hatte sich in die Sakristei begeben und zog mithilfe seines Mesners das Messgewand aus, schlüpfte in seine schwarze Jacke mit dem kleinen, goldenen Kruzifix am Revers, bedankte sich bei Alois Kammeier, dem Mesner, und machte sich auf den Weg ins Pfarrhaus. Die Sonne stand weit im Westen über dem Hochgebirge, dem rund ums Wachnertal bewaldete Berge vorgelagert waren. Der Tag neigte sich seinem Ende zu. Vogelgezwitscher erfüllte die warme Luft, das wütende Kläffen eines Hundes trieb aus der Ferne heran. Auf einer Bank unter einem der alten Kastanienbäume saß eine Frau, die sich jetzt erhob und dem Pfarrer entgegenging. Sie war dunkel gekleidet, etwa Mitte fünfzig, und in ihren dunklen Haaren zeigten sich schon erste graue Fäden. Sie trafen aufeinander und hielten an. »Schaut aus, als hättest du auf mich gewartet, Annemarie«, sagte der Pfarrer. »Guten Abend, Hochwürden«, murmelte Annemarie Hehenberger. »Ja, ich hab' auf Sie gewartet. Ich brauch' jemand, mit dem ich reden kann, ohne dass ich Angst haben muss, dass es morgen die ganze Gemeinde weiß, was mich bedrückt und was mir schlaflose Nächte beschert.« »Oha, Annemarie, das hört sich aber gar net gut an«, kommentierte Sebastian das Gehörte. »Ich denk' allerdings, dass der Pfarrplatz net der richtige Platz ist, um über dein Problem zu sprechen. Komm', wir begeben uns in mein Büro. Was zwischen den vier Wänden meines Büros besprochen wird, bleibt auch in diesen vier Wänden.