Ayesha
Abenteuer in einer verlorenen Welt voller afrikanischer Ruinen, mystischer Macht und einer unsterblichen Königin
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- USD 1.99
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Descripción editorial
In Ayesha entfaltet H. Rider Haggard einen späten, stark retrospektiven Beitrag zur Abenteuer- und Phantastikliteratur des britischen Fin de Siècle. Der Roman knüpft an den She-Zyklus an und verbindet Expeditionserzählung, okkulte Spekulation und romantische Tragik zu einer Erkundung von Erinnerung, Wiederkehr und verhängnisvoller Leidenschaft. Stilistisch kennzeichnen ihn eine feierliche, oft archaisierende Diktion, sorgfältig rhythmisierte Dialoge und die für Haggard typische Rahmung des Wunderbaren durch scheinbar dokumentarische Berichte, wodurch das Fremde zugleich glaubhaft und mythisch erscheint. Haggard, geprägt durch seine kolonialen Erfahrungen im südlichen Afrika und sein nachhaltiges Interesse an Archäologie, Mythos und imperialen Grenzräumen, schrieb aus einer Epoche, die Wissenschaftsglauben und Esoterik zugleich kultivierte. Als Verfasser von King Solomon’s Mines und She wusste er wie wenige, geographische Ferne in imaginative Topographien des Begehrens und der Macht zu überführen. Ayesha erscheint daher auch als Werk eines Autors, der seine eigenen Motive – verlorene Zivilisationen, unsterbliche Schönheit, moralische Prüfung – noch einmal bewusst variiert und vertieft. Zu empfehlen ist dieses Buch allen, die die Genealogie moderner Fantasy, der Weird Fiction und des imperialen Abenteuerromans verstehen möchten. Ayesha belohnt nicht nur durch Spannung und exotische Bildkraft, sondern auch als kulturhistorisch aufschlussreicher Text über Geschlecht, Herrschaft und die Verlockung des Unsterblichen.