Fabeln Fabeln

Beschreibung des Verlags

Gotthold Ephraim Lessings "Fabeln" von 1759 sind ein programmatisches Werk der deutschen Aufklärung. Anders als viele seiner Vorgänger, etwa Jean de La Fontaine, die die Tierfabel in kunstvolle, oft weitschweifige Versform kleideten, entschied sich Lessing bewusst für eine knappe, klare Prosaform ohne poetischen Zierrat. In begleitenden theoretischen Schriften begründete er diese Entscheidung: Die Fabel solle in erster Linie der moralischen Erkenntnis dienen und nicht durch ausschweifende dichterische Ausschmückung von ihrer eigentlichen lehrhaften Absicht ablenken. In den "Fabeln"selbst treten wie in der klassischen Tradition Tiere als Träger menschlicher Charaktereigenschaften auf – Fuchs, Wolf, Löwe und andere vertraute Figuren –, doch Lessing legt besonderen Wert auf logische Stringenz und eine klar erkennbare, oft überraschende moralische Pointe. Das Werk zeigt exemplarisch Lessings aufklärerisches Ideal einer auf Vernunft und klare Erkenntnis ausgerichteten Literatur und markiert zugleich einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen literaturtheoretischen Debatte über Form und Zweck der Fabeldichtung.

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2026
29. September
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
129
Seiten
VERLAG
Librofilio
ANBIETERINFO
Primento Digital SRL
GRÖSSE
99,7
 kB
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